Kurzsichtigkeit / Myopie

Myopie (Kurzsichtigkeit) heißt nicht nur, von einer Brille oder Kontaktlinsen abhängig zu sein, sondern zieht auch erhöhte Risiken für schwere Augenerkrankungen nach sich

Kinder werden in der westlichen Welt zunehmend kurzsichtiger. Gründe dafür sind: reduzierte Zeit im Freien (wenig Tageslicht), längere Schulzeit und Ausbildung, vermehrte Nahtätigkeit, erbliche Belastung.

Seit vielen Jahren wird in Asien an Therapien geforscht, die das Voranschreiten der Kurzsichtigkeit stoppen sollen (Myopieprogressionstherapie). Einige der sehr gut erforschten Therapien werden seit einiger Zeit nun auch schon im europäischen Raum angeboten.

Atropin-Therapie

Stark verdünnte Atropin Augentropfen (0,01% oder 0,05%) werden abendlich getropft. Die Wirkung liegt bei durchschnittlich 50% Reduktion der Myopiezunahme. Nebenwirkungen können geringes Verschwommensehen auf sehr naher Distanz oder etwas mehr Blendempfindlichkeit sein

Miyosmart Brille

Ein kurzsichtiges Auge ist nicht mehr kugelig geformt. Im Randbereich entsteht daher eine Unschärfe – diese Unschärfe regt das Auge zum Wachstum an. Das Miyosmart Glas gleicht dies aus und zeigt ebenso eine 45-50%ige Reduktion der Myopiezunahme. Derzeit wird das Glas von den Krankenkassen in Österreich noch nicht übernommen und kostet ca. 270 Euro/Glas.

Kontaktlinsen mit peripherem Defokus

Auch diese zielen auf den Ausgleich der peripheren Unschärfe ab und gleichen diese durch speziell geformte Kontaktlinsen aus.

Zeit im Freien

Täglich 2 Stunden im Freien im Tageslicht wirkt ebenso hemmend auf die Myopieprogression und sollte unterstützend immer gemacht werden. Unnütze Nahtätigkeit (Handykonsum) sollte reduziert werden.

Meine Ansprechpartner

Die Behandlung der Kurzsichtigkeit ist eine medizinische Behandlung und sollte vom Eye-Care-Team Orthoptist/in und Augenfacharzt/ärztin durchgeführt werden.

Ich berate Sie gerne zum Thema Myopieprogressionshemmung in allen Ordinationen in denen ich arbeite.

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